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Hier entsteht unsere Vision!

Hier entsteht unsere Vision!

 

Hier
oder wo und was

Die Finka Alexandria befindet sich auf La Gomera, die zweit kleinste Insel der Kanaren. Die Gesamtfläche der Finka beträgt ca. 2,5 ha terrassiertes Gelände auf 800 Meter Meereshöhe an einer Südhanglage, teilweise windgeschützt. Der Boden wurde seit 1960 nicht mehr bewirtschaftet, die Terrassen sind entsprechend zerfallen. Eine asphaltierte Strasse führt bis auf 100m zum Grundstück. Die Finka selbst ist aber nur zu Fuss zu erreichen.

Auf La Gomera wurden seit Hunderten Jahren Wein, Obstbäume, Getreide und Gemüse im Terrassenanbau kultiviert. Die Tierhaltung von Kühen, Schweinen, Hasen, Ziegen, Hühnern und Schafen wurden zur Selbstversorgung und zum Tausch betrieben. Die Bauern verliessen meist aus wirtschaftlichen Gründen die Insel (Bauboom, Dürre). Seit den sechziger Jahren werden die Terrassen nicht mehr bepflanzt, sondern fast nur als unbeaufsichtigte Ziegenweiden benutzt. In Folge dessen sind die Natursteinmauern beschädigt oder ganz zerstört.

Die übriggeblieben Vegetation wird von den Ziegen gefressen. Die Brunnen wurden nicht Instand gehalten und versiegten. Der Boden ist durch die fehlenden Bäume und Sträucher der Erosion schutzlos ausgeliefert. Das Regenwasser fliesst deshalb zu schnell ab oder verdunstet. Die Bewirtschaftung der zerfallenen Terrassen scheint sich für die einheimischen Bauern nicht mehr zu lohnen. Finka Alexandria soll jedoch zeigen, dass durch Permakultur der Aufbau eines selbsterhaltenden und nachhaltigen Obst- und Gemüsegartens möglich ist.

 

Entsteht
oder was bauen wir momentan, was haben wir gebaut, was werden wir noch bauen

Für den Anfang ist der Aufbau der Infrastruktur wichtig. Auf dem Gelände wurden als erstes Zäune gegen Ziegen aufgestellt, Wege und erste Natursteinmauern angelegt, Terrassen restauriert sowie drei Wasserauffangbecken und das Bewässerungssystem gebaut. Mehrere Terrassen wurden bereits bepflanzt, die ersten Kartoffeln und Kohl geerntet. Mehr als 60 kleine Obstbäume und 20 Nussbäume wachsen schon auf dem Gelände, daneben Weinreben, Kräuter und andere Stauden. Mehrere Gewächshäuser für Jungpflanzen und Baumaufzucht werden gerade aufgestellt. Unsere 10 Hühner haben ein schönes Zuhause.

Bis zur Fertigstellung der Finka stehen noch folgende Arbeiten an:

• Ausbau weiterer Terrassen
• die Vervollständigung der Bewässerunganlage
• Medizinalgarten mit Biologen von div. Universitäten
• Der Bau eines Küchenhauses mit Bibliothek
• Der Bau eines Kühlhauses
• Die Aufstellung weiterer Eco-Wohnräume
• Der Bau einer Werkstatt
• Der Bau eines Trocknungsraums
• Alternative Energiequellen
• Seilwinde
• Stallungen Ziegen, Schafe
• Heu/Futterlager
• Anschaffung der Tiere: 2-4 Ziegen und Schafe
• Vollständige Bepflanzung – Bäume, Sträucher, Gemüse, Kräuter, Tierfutter

 

Unsere
oder wer (Alex, Freunde, Helfer, und Vereine)

Geleitet wird das ganz Projekt durch Alex Banhuber, dessen Vision schon viele zum mitmachen angeregt hat. Das Kernteam besteht aus guten Freunden: Sabrina Bosshard, Janine Laube, Patrick Schlecht, Peter Kaiser uns Ilde Cruz Cruz welche Saisonal vor Ort arbeiten und von Ehrenamtlichen Helfern („Wwoofern“ und „HelpXern“) unterstützt werden. Das Kernteam hat verschiedene handwerkliche, soziale und strategische Fähigkeiten und Erfahrung in den Bereichen Naturstein, Holz und Metallverarbeitung sowie in Gastronomie und Pflanzenkunde. Die Helfer werden in das Team eingebunden, lernen viel und erweitern langfristig das Netzwerk.

Es bestehen gute Kontakte zur lokalen Bevölkerung die möglichst eingebunden wird und deren Wissen geschätzt wird. Auch bildet sich ein Netzwerk an Permakultur Interessierten über die gesamten Kanarischen Inseln, mit denen die Finka in engem Kontakt steht. Ein weiteres Netzwerk ist die Giesswassergemeinschaft “Comunidad de Regantes de Chipude”.

Bisher wurde der Kauf und Aufbau der Finka ausschliesslich privat finanziert. Dabei verursachten der Kauf des Landes sowie der Technik und Baumaterialien die meisten Kosten. Die Arbeitskraft ist kostenlos, da ausschliesslich Ehrenamtliche mithelfen.

Der Verein Finka Alexandria Schweiz

Zur Unterstützung der Finka wurde 2015 in der Schweiz ein gemeinnütziger Verein gegründet. Die Aufgabe des Vereins ist es, Interessierten und Freunden eine Möglichkeit zu geben, die Finka finanziell zu unterstützen. Der Verein unterstützt die Finka Alexandria zu 100% und versucht möglichst viele finanzielle Mittel für den Bau und die Erhaltung der Anlage zu beschaffen. Es werden keine Löhne damit finanziert.

Mitglieder CHF 80.00 / Jahr
Mitglieder erhalten 20 % auf alle Angebote der Finka.

Gönner CHF ab 250.00 / Jahr
Gönner erhalten 20 % und ein zusätzliches Special Dinner in der Schweiz.

 

Vision
oder was soll die Finka für einen Ort werden

Die Finka Alexandria hat zum Ziel eine selbsttragende und nachhaltige Permakultur Begegnungsstätte aufzubauen, welche zur Weitergabe der gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen dienen wird. Die Erhaltung, Vermehrung und Förderung der alten einheimischen Getreide- und Gemüsesorten sowie die Pflanzung von Obstbäumen, Windschutzpflanzen, Fruchtsträuchern und Futterpflanzen stehen im Vordergrund. Ein weiteres Ziel ist der Anbau, die Erhaltung und die Bekanntmachung der traditionellen kanarischen Nutz- und Heilpflanzen. Das Projekt möchte zeigen, dass das seit 50 Jahren nicht mehr bewirtschaftete und erodierende Land mit der richtigen Bewirtschaftungssmethode zu einem fruchtbaren und sortenreichen Obst-, Gemüse- und Kräutergarten werden kann.

Langfristig soll eine sich gegenseitig fördernde Gemeinschaft die Finka bewirtschaften. Die Finka dient der Selbstversorgung und der Weitergabe des Wissens über die Pflanzen und die Permakulturwirtschaftsweise. Es entsteht ein essbarer Wald in dem Ressourcen nachhaltig gebunden und genutzt werden. Ein besonderes Interesse gilt dem Anbau von Heilkräutern und Medizinalpflanzen sowie die Vermehrung und die Erhaltung von reinem Saatgut für die Zukunft.

Eine weitgehende Energieunabhängigkeit (Solar- und Windenergie) ist angestrebt. Zudem soll eine Bibliothek den Besuchern und Partizipierenden eine Sammlung an deutschsprachiger Literatur zum Thema Pflanzenkunde, Heilkräuter, Permakultur, Sozialwissenschaften und allgemeine Philosophie bieten. Einnahmen aus dem Bildungsangebot (Führungen, Vorträge, Workshops, Übernachtungen) werden der Erhaltung und der Entwicklung der Finka dienen.

Das Team arbeitet seit April 2011 an dem Projekt Finka Alexandria. Die meiste Zeit nahm bisher der Aufbau der Infrastruktur in Anspruch, wie der Bau des Zugangswegs, der Terrassen, der Wege und der Wasserauffangbehälter.

Die Umsetzung des gesamten Konzeptes der Finka wird, abhängig von den finanziellen Mitteln, 15 – 20 Jahre dauern.

 


 

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